Dies ist eine wirkliche Herzensangelegenheit.

Wir kommen in letzter Zeit immer wieder aus Erst- und Vertriebsgesprächen und fühlen uns, als hätten wir eine Seelsorge hinter uns. Weil unsere Interessenten labil sind? Nein, weil sie so unglaublich viele schlechte Erfahrungen mit unserer Branche gemacht haben. Sie erzählen von Agenturen, die Ihnen das Blaue vom Himmel versprochen haben. Das einzige Resultat, das sie sehen, ist aber tatsächlich ihr aufgebrauchtes Marketingbudget. Wir sehen Menschen, die ein großen Teil Ihres Vertrauens in die Werbebranche verloren haben. Sie erzählen von Meetings, in denen Sie kaum zu Wort kamen, weil die Marketer ihr komplettes Konzept in einem Satz in die Ecke traten: „Das muss alles anders! Das muss alles neu! Das ist alles schlecht! Wir machen dich zum neuen McKinsey!“

„Aber ich bin kein McKinsey!“

Will der Kunde gerade ansetzen. Da fährt man ihm schon wieder über den Mund.

Natürlich ist es nicht wegzudiskutieren. Wir haben Marketing studiert. Und ja, wir sind gut. Wir verstehen unsere Arbeit und wir haben Erfahrung- keine Frage. Aber müssen wir mit unseren Ideen denn oft wie ein Mähdrescher über unsere Klienten fahren?

Bei all unserem Knowhow, dürfen wir nicht vergessen, dass es bei einer Kooperation immer zwei Partner gibt.

Hinter jedem Geschäft, jedem Unternehmen, jedem Kunden steht ein Mensch, der sein Herz und Blut in seine Sache steckt. Ja, und auch in seiner Visitenkarte, seinem Flyer und seiner mit Jimdo gebastelten Webseite steckt Herz. Und Leidenschaft. Und Arbeit. Auch wenn Sie vielleicht ein bisschen nach Kunstunterricht in der 2. Klasse aussehen. Keine Frage.

Aber anstatt einfach all seine Ideen und Arbeit in die Tonne zu hauen, sollten wir viel eher einen Blick auf diese Dinge werfen. Einen langen und intensiven Blick. Denn gutes Marketing bedeutet heutzutage viel mehr, als eine topmoderne Webseite, ein cooler Slogan und eine bedruckte Baseballcap. Marketing ist dann gut, wenn es die Alleinstellunsmerkmale, die Motivation und die Emotionen des Einzelnen hervorhebt und kommuniziert. Seine Individualität. Und seine Persönlichkeit.

Und wir müssen zuhören

Ja, richtig. Zuhören. Versuchen Sie doch mal 10 Minuten Ihrem Interessenten oder Kunden einfach zuzuhören. Und zwar ohne dabei schon wieder 20 Konzepte, den nächsten Imagetrailer oder Slogen im Kopf zu visualieren.

Versuchen Sie, Ihrem Kunden nicht nur Ihre Idee aufzudrücken. Verstehen Sie seine Ideen. Seine Visionen. Auch die, die er hatte, als der diese Visitenkarte gebastelt hat.

Fragen Sie ihn, warum er einen rosa Pandabären auf die Rückseite gebastelt hat.

Sie werden über die Idee, die dahinter steckt, vielleicht erstaunt und begeistert sein. Und vielleicht wird genau dieser Panda das Erfolgsrezept sein. Vielleicht nur nicht in rosa. Sondern eher in schwarz.

Marketing braucht Empathie.

Und Einfühlungsvermögen. Und Menschenkenntnis. Das hört sich vielleicht ein bisschen esotherisch an. Aber in dieser Kooperation geht es nicht primär um sie. Es geht um Ihren Kunden. Und wie Sie ihn zum Besten seiner selbst machen.

In diesem Sinne: #welovecustomers